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LETsDOK: Der deutschlandweite Dokumentarfilmtag

19.09. 2020 Dokumentarfilmfestival in der Gutsscheune

Am 19. September 2020 ist es soweit! Überall in Deutschland wird der Dokumentarfilm gefeiert: In Kinos auf der großen Leinwand, aber auch in Kulturzentren, auf Häuserwänden, in Hinterhöfen, in mobilen Projektionen auf dem Land und auch in der Ribbecker Gutsscheune werden in Kooperation mit Tondowski Film vier großartige Dokumentarfilme gezeigt u.a. "Born in Evin", der in diesem Jahr den Deutschen Filmpreis "Lola" gewann.

Programm 19.9.20 zum Download (pdf)

LETsDOK: 19.09.20 - 14h Kinderdokumentarfilm

Die Götter von Molenbeek

Der Stadtteil Molenbeek in Brüssel ist als Zentrum des Dschihadismus bekannt, aber für den sechsjährigen Aatos und seinen Freund Amine ist er ein vertrautes Zuhause. Hier lauschen sie den Spinnen, entdecken schwarze Löcher und streiten darüber, wie man einen fliegenden Teppich steuert.

Kinderdokumentarfilm, FSK 0, empfohlen ab 8 Jahren, 52 min.
Buch/ Regie: Reetta Huhtanen
Produzent: ZONE2 PICTURES (Finnland)
Ko-Produzenten: Tondowski Films, Clin d‘oeil Films (Belgien)

LETsDOK: 19.09.20 - 16h Dokumentarfilm

Displaced

Sharons Beziehung zu Deutschland war schon immer problematisch und dass, obwohl sie in München aufgewachsen ist und heute in Berlin lebt. Sharon gehört zur dritten Generation von Schoah Überlebenden, für sie ist diese schwierige Beziehung zu Deutschland Normalität.
Dokumentarfilm, 90 min.
Buch/ Regie: Sharon Ryba-Kahn
Produzent: Tondowski Films
Ko-Produzent: Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

 

LETsDOK: 19.09.20 - 18h Dokumentarfilm

Ich Will Gerechtigkeit!

Ein Porträt der 19-jährigen Ekhlas Bajoo, die mit 14 Jahren in die Gefangenschaft des IS gerät, Unvorstellbares überlebte, nach sechs Monaten endlich flüchten kann und schließlich 2015 als Flüchtling nach Deutschland kommt.
Dokumentarfilm, 45 min.
Buch/ Regie: Nuray Sahin, Ira Tondowski
Produzent: Tondowski Films
Sender: ZDF/ 3sat

LETsDOK: 19.09.20 - 20h Dokumentarfilm

Born In Evin

Maryam Zaree begibt sich auf die Suche nach den gewaltvollen Umständen ihrer Geburt in einem der berüchtigtsten politischen Gefängnisse der Welt.
Dokumentarfilm, 96 min.
Buch/ Regie: Maryam Zaree
Produzent: Tondowski Films
Ko-Produzent: Golden Girls (Österreich)

Deutscher Filmpreis 2020

THEATER - Die Legende vom heiligen Trinker
von Joseph Roth

13.09.2020, 17:30 Uhr – Abendkasse/ Scheunenbar ab 14h geöffnet

Andreas, ein Pariser Clochard ist ein Trinker. Er erhält von einem vornehmen Herrn zweihundert Francs, die eigentlich der heiligen Therese von Lisieux gestiftet werden sollen, sobald es ihm besser gehe. Und das Leben meint es wirklich wieder gut mit Andreas. Nun wird er wie versprochen das Geld zurückgeben. Ganz bald, gleich nach dem nächsten Pernod.

Kreation des Ton und Kirschen Theaters Margarete Biereye, Regis Gergouin, David Johnston, Rob Wyn Jones, Nelson Leon, Zina Méziat, Daisy Watkiss

Karten: 20,-€ (ermäßigt 12,-€ für Kinder bis 12 Jahre)

TON UND KIRSCHEN WANDERTHEATER

Ton und Kirschen ist eine Wandertheatergruppe, die sich im Frühjahr 1992 gegründet hat undseitdem in Werder (Havel) zu Hause ist. Die Theaterproben finden auf einem Grundstück imOrtsteil Glindow statt. Hier wird das Bühnenbild gebaut, und auch die Anfertigung von Requisiten, Kostümen, Masken und Marionetten werden dort getätigt. Von hieraus zieht Ton und Kirschen mit seinen Produktionen in alle Richtungen des Landes Brandenburg. Wir installieren unsere Bühne und Tribüne auf historischen Plätzen, aber auch mitten im Dorf oder sogar auf Äckern. Jedes Jahr gastieren wir in Potsdam und Berlin und in anderen Städten Deutschlands. Wir wurden auch oft zu Theaterfestivals im Ausland eingeladen. So spielten wir schon in vielen Ländern (Irland, Polen, Tschechien, Russland, Belgien, Italien und in der Schweiz und immer wieder in Frankreich) und auf verschiedenen Kontinenten (Asien, Nordafrika und mehrmals in Südamerika).

Das zur Zeit neunköpfige Ensemble des Theaters kommt aus Deutschland, England, Wales, Frankreich, Kolumbien und aus Mexiko. Unter der künstlerischen Leitung von David Johnston und Margarete Biereye, die beide über eine zwanzigjährige Theatererfahrung mit dem Footsbarn Travelling Theatre verfügen, entstanden 21 Produktionen.

Joseph Roth

Joseph Roth wurde am 2. September 1894 geboren. Seine Mutter war Jüdin. Seinen Vater lernte er nie kennen. Roth war der ewig Rastlose  und Heimatlose. Er kam aus der hintersten Ecke des k.u.k. Reiches, aus Brody in Ostgalizien, am Rand eines Vielvölkerreiches, um das er zeitlebens trauerte. Er studierte in Wien, schrieb vorerst Gedichte und später auch Romane ( u.a. Hiob, Radetzkymarsch). Er wurde zu einem der bestbezahlten Journalisten seiner Zeit. Nach  Machtübernahme durch die Nationalsozialisten verließ Joseph Roth, wie viele andere verfemte Autoren, Deutschland und ging nach Paris ins Exil. Er, der staatenlos Gewordene  schrieb « Jetzt habe er nur noch eine Heimat: die deutsche Sprache ».

Er schrieb  in Cafés. Er schrieb jeden Tag bis Sonnenuntergang und bis in die letzten Tage seines Lebens und trank bis zu seinem Tod. Joseph Roth liebte vor allem den einfachen Menschen und wusste die Poesie im Alltäglichen aufzuspüren.

 

Scheune mieten

Die Gutsscheune kann für besondere Anlässe mit 50-480 Personen angemietet werden. Sie eignet sich für Vorführungen, Ausstellungen, Feste, Bankette, Workshops und viele andere Events in der warmen Jahreszeit (unbeheizt). Sie verfügt über eine Catering-Küche mit Theke, einen Außenbereich, Toilettenanlagen und ist barrierefrei nutzbar.

Bei Interesse an einer Anmietung wenden Sie sich bitte an kulturscheune@ribbeck-havelland.de  .

Zur Geschichte der Scheune

Die Ribbecker Gutsscheune wurde um 1844 im Auftrag des Hans Georg von Ribbeck in der seltenen Kalk-Pisé-Bauweise erbaut. Sie diente zur Lagerung der Ernte des Dorfes. Durch das Engagement des Kulturverein Ribbeck e.V., durch Zuwendungen der Familien Hermann, von Ribbeck und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, sowie EU-Förderung aus Leader-Mitteln und der Denkmalhilfe des Landes Brandenburgs konnte sie nach einem Einsturz in den Jahren 2015-2019 gerettet werden und wird durch den Kulturverein Ribbeck vorwiegend als Ort für Kultur und Begegnung betrieben.